Die irische Datenschutzkommission hat am Nachmittag einen 149-seitigen Untersuchungsbericht von Facebook Ireland veröffentlicht. Facebooks Hauptqaurtier in Dublin ist zuständig für das weltweite operative Geschäft des Sozialen Netzwerks außerhalb der USA und von Kanada. Bei dem Verfahren handelte es sich nach eigener Aussage um die umfangreichste Untersuchung, die jemals von der Behörde durchgeführt wurde.

Vorgeschichte

Was mit den Anzeigen eines Wiener Studenten begann, entwickelte sich bald zu einer Lawine, deren Eigendynamik selbst Facebook überrascht haben dürfte. Nachdem Max Schrems von der Initiative Europe vs. Facebook herausgefunden hatte, dass Facebook nach EU-Recht dazu verpflichtet ist, jedem Nutzer binnen 40 Tagen Auskunft über die über ihn gespeicherten Daten zu erteilen, wurde Facebook mit Anfragen gerade zu bombardiert. In dem Untersuchungs-Bericht ist die Rede von rund 40.00…

Die irische Datenschutzkommission hat am Nachmittag einen 149-seitigen Untersuchungsbericht von Facebook Ireland veröffentlicht. Facebooks Hauptqaurtier in Dublin ist zuständig für das weltweite operative Geschäft des Sozialen Netzwerks außerhalb der USA und von Kanada. Bei dem Verfahren handelte es sich nach eigener Aussage um die umfangreichste Untersuchung, die jemals von der Behörde durchgeführt wurde.Vorgeschichte
Was mit den Anzeigen eines Wiener Studenten begann, entwickelte sich bald zu einer Lawine, deren Eigendynamik selbst Facebook überrascht haben dürfte. Nachdem Max Schrems von der Initiative Europe vs. Facebook herausgefunden hatte, dass Facebook nach EU-Recht dazu verpflichtet ist, jedem Nutzer binnen 40 Tagen Auskunft über die über ihn gespeicherten Daten zu erteilen, wurde Facebook mit Anfragen gerade zu bombardiert. In dem Untersuchungs-Bericht ist die Rede von rund 40.000 Anfragen binnen weniger Wochen. Zu viel für das Unternehmen, um die vorgeschriebenen Fristen einhalten zu können.
Angesichts dieses Ansturms hatte Facebook das Verfahren umgestellt, einzelnen Nutzern eine CD-ROM mit seinen Daten zuzuschicken, und stattdessen die Möglichkeit eingeräumt, Datensätze per Download-Funktion selbstständig online abzufragen. “Reine Verarsche”, sagt Max Schrems, denn auf diesem Weg erhalte man lediglich einen Bruchteil der tatsächlich gespeicherten Datensätze. Facebook wolle seine User nur abspeisen und für dumm verkaufen.
Ich habe mich mit Max Schrems letzte Woche in Wien getroffen
 
Die Ent…
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23 Kommentare
  1. Petra K schreibt:

    Meine Meinung….
    Eine Empfehlung hat überhaupt keine Bedeutung. Sie verpflichtet zu nichts und ist für niemanden verbindlich.
    Da wurde viel Arbeit (und Geld) investiert und es kam nicht mehr als eine EMPFEHLUNG heraus? Wer bezahlt das?
    Was diese Empfehlung wirklich wert ist, wird sich erst in den nächsten Monaten zeigen. Das als Fortschritt oder Durchbruch zu betrachten empfinde ich als übertrieben.

    • Richard Gutjahr schreibt:

      Liebe Petra – ja, ich verstehe das alles auch nur als Anregung. Sollte sich Facebook nicht an die “Empfehlungen” halten, droht höchstens eine Geldstrafe, die FB aus der Portokasse zahlen könnte. Ich bin kein Jurist, aber ich denke, Du liegst mit Deiner Bewertung nicht gänzlich daneben.

  2. Joachim schreibt:

    Vielen Dank für die umfassende Zusammenfassung und das Durcharbeiten des Originalberichts.

    Zur Tatsache, dass die Behörde den Bericht mit Facebook abgestimmt hat, eine kurze Anmerkung. Das muss grundsätzlich nicht schlecht sein, da es gemeinsam am Tisch meist besser geht. Denn wer hat etwas davon, dass eine Seite den dicken Max macht. Niemand. Die Behörde nicht, Facebook nicht und die Anwender letztendlich auch nicht.

    Ich bin kein Jurist und weiß auch nicht, welche Möglichkeiten die irischen Behörden haben, aber eine “Empfehlung” mit einem gewissen Nachdruck hat auch Wirkung.

    Einige kritisch Themen sind aufgelistet und es wird erwartet, dass FB sie bis zum Sommer umgesetzt hat. Wenn FB bis dahin nichts gemacht hat und sich auf den Standpunkt stellt, uns kann keiner etwas, dann wird es sicherlich anders zugehen. Dann wird die Behörde dies sicherlich wieder anprangern, die entsprechenden Interessensgruppen werden aktiv und damit hat FB wieder schlechte Presse.

    Der Bericht ist da und für jeden zugänglich. FB hat viele Fettnäpfe erfolgreich getroffen und muss (langsam aber sicher) wieder ein positiveres Image aufbauen.

    Insofern ist das der erste Schritt. Ob FB klüger handeln wird, wir werden sehen.

    • Richard Gutjahr schreibt:

      Dass Facebook an dem Bericht mitgearbeitet hat, ist okay, so lange das auch transparent gemacht wird. Der Bericht verschweigt das nicht, insofern völlig okay.

Willkommen!