Crowdfunding? Grassroot?? Big Data??? Der erhoffte Internet-Wahlkampf in Deutschland muss auch dieses Jahr leider ausfallen wegen is nicht. 

big-doorbell

Letzte Woche klingelte es bei mir an der Haustür. Drei Gestalten mit Leinen-Taschen und einem bemüht freundlichen Grinsen im Gesicht, vielleicht einen Tick zu überschwänglich: „Hallo, Herr Gutjahr!“ – „Lassen Sie mich raten“, fahre ich ihnen in die Parade. „Sie wollen mit mir über Gott reden!“ – „Ähhm, nein, eigentlich über Margarete Bause, unsere Spitzenkandidatin“, so die drei Grünen Wahlkämpfer jetzt einen Tick kleinlauter.

Spätestens 2013 werden auch in Deutschland die Wahlen im Netz entschieden, dachte ich noch 2008, damals, als Barack Obama mit seinem Internet-Wahlkampf die Massen mobilisierte. Heute denke ich anders. „Das wichtigste technische Hilfsmittel im Wahlkampf ist nicht das Internet“, s…


Crowdfunding? Grassroot?? Big Data??? Der erhoffte Internet-Wahlkampf in Deutschland muss auch dieses Jahr leider ausfallen wegen is nicht. 

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Letzte Woche klingelte es bei mir an der Haustür. Drei Gestalten mit Leinen-Taschen und einem bemüht freundlichen Grinsen im Gesicht, vielleicht einen Tick zu überschwänglich: „Hallo, Herr Gutjahr!“ – „Lassen Sie mich raten“, fahre ich ihnen in die Parade. „Sie wollen mit mir über Gott reden!“ – „Ähhm, nein, eigentlich über Margarete Bause, unsere Spitzenkandidatin“, so die drei Grünen Wahlkämpfer jetzt einen Tick kleinlauter.

Spätestens 2013 werden auch in Deutschland die Wahlen im Netz entschieden, dachte ich noch 2008, damals, als Barack Obama mit seinem Internet-Wahlkampf di…
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14 Kommentare
  1. Stefan schreibt:

    Als Küchen-Soziologe könnte man die Arbeitshypthese aufstellen, das liegt daran, dass die Deutschen anders als US-Amerikaner ihre politischen Ansichten mehr als Privatsache sehen und deshalb Facebook & Co im Wahlkampf nicht so zünden…

  2. Jan W. schreibt:

    Ein wenig ist das auch wie Online-Dating: meist ist die persönliche Begegnung etwas aufschlussreicher.
    Die wirklich aufschlussreichen Formate sind meist bei neutralen Stellen besser aufgehoben, so etwa der #zdfcheck, dem ich eher vertraue als einer Quick-Response-Seite einer Partei. Oder das unabhängige Abgeordnetenwatch (nicht zu verwechseln mit dem Ein-Themen-Klon Abgeordnetencheck), wo man dem Dialog der MdBs mit anderen Bürgern folgen kann.
    Die meisten Negativkommentatoren auf Facebook-Seiten von Politikern, sind ja nicht unbedingt Wechselwillige, sondern eher Menschen, die mal bei jemandem, den sie eh nicht wählen, Dampf ablassen wollen.

    Wahrhaft spannend ist doch, was die Wechselwähler und die echten Spätentschlossenen (nur die, die bis kurz vor Schluss „lagerunentschieden“ sind) im Netz machen bzw. im Netz erwarten.

Willkommen!