Die Kämpfe bei Stern und Spiegel zeigen, wie tief der digitale Graben noch immer ist, der durch traditionelle Redaktionen läuft. Dabei sind nicht etwa die Visionäre das Problem.GkleinGutjahrs ultimativ-interaktive Journalisten-sagen-Dinge-Bullshit-Mitmach-GrafikSammelt mit: Bullshit-Sprüche, die Journalisten gerne auf Medienkongressen von sich geben. Eure Tweets mit dem Hashtag #journobullshit hier alle 5 Minuten neu!

 
Der Visionär hat’s schwer
Visionäre, egal auf welcher Hierarchieebene, hatten es schon immer schwer. Sie stellen sich und ihr eigenes Tun infrage und zwingen somit unweigerlich auch ihr Umfeld, dasselbe zu tun. Personen, die im Hier und Jetzt das Sagen haben, kann das nicht gefallen. Veränderung ist prima, solange es andere betrifft.
Man könnte meinen, der Wandel löst anfängliche Akzeptanz-Probleme von allein. Das Gegenteil ist der Fall. Je offensichtlicher wird, dass der Visionär mit seinen Prophezeiungen Recht hat, desto vehementer wird er geächtet. Erst ignorieren sie dich, dann belächeln sie dich… Die Kräfte der Beharrer wirken stark.
Wenn die Veränderung dann eingetreten ist, wartet auf den Visionär nicht etwa Lob und Anerkennung für seine Weitsicht. Im Gegenteil. Dann beginnen die redaktionsinternen Probleme. Kein Mensch mag Besserwisser. Personen, die in der Lage sind, Zusammenhänge zu erkennen, die für and…
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18 Kommentare
  1. Moki schreibt:

    Gerade habe ich auf heute.de den Artikel gelesen, der sich hinter dem Link “Journalisten-Hybris” verbirgt. Gerne hätte ich auf heute.de kommentiert. Aber diese Funktion gibt es dort leider nicht. Das Usergeschwätz, das schlimmer ist als der Stammtisch es je sein könnte, ist dort wohl nicht erwünscht. Stattdessen finde ich dort einen Button “Drucken”. Bezeichnend. Vielleicht schreibe ich einen Leserbrief ans Internet.

    Solche Artikel, wie den von Wolfgang Herles, findet man immer wieder von Journalisten. Voller Vorurteile über eine Welt, die sie nicht mehr verstehen. Herles schreibt: “Gegen die Formen der Verunglimpfung im Netz ist der klassische Stammtisch ein Hort der Bedächtigkeit.” Das zeigt mir nur, dass Herles wohl auch noch nie an einem Stammtisch gesessen hat. Was dort abgeht, lässt sich mit dem Smartphone heute nur 1:1 ins Netz übertragen und wird damit sichtbar. Aber statt mit nicht endender Aufklärung gegen Dummheit und Geschwätz anzugehen (so verstehe ich die Aufgabe eines Journalisten), verdammt der Herles lieber die Technik, mit der Dummheit und Geschwätz sichtbar werden.

    Herles weiter: “Die Zeit, die wir im Netz verbringen, fehlt uns an anderer Stelle. Lesen zum Beispiel. Richtig lesen, nicht nur E-Mails und Twittereinträge.” So ein Unfug. Das zeigt sich alleine schon an der Tatsache, dass sein Artikel im Netz steht. Hätte er nicht dort gestanden, könnte ihn auch niemand lesen, richtig lesen. Und ich bin mir sicher, dass Herles seinen Text für ein wichtiges Werk voller Wahrheit hält. Auch wenn es nicht so ist.

    Um den Bogen zurück zum Blogartikel zu schlagen: Was Herles hier verzapft, zeigt die Problematik auf. Wie soll ein altgedienter Redakteur, der so über das Netz denkt, in eine zugkräftige Onlinekultur eines Verlagshauses eingebunden werden? Diese Totalverweigerer gibt es in jedem Verlag. ARD und ZDF können sich solche Leute dank GEZ (auch wenn die jetzt anders heißt) noch leisten. Verlagshäuser, die sich alleine am Markt halten müssen, können das nicht. Und gerade kleinere Verlage können es sich garantiert nicht erlauben, eine Print- und eine Onlineredaktion zu unterhalten, die beide unabhängig voneinander ihre Inhalte erzeugen. Da geht nichts an einem Zusammenspiel vorbei. Und ich befürchte wir können es uns auch nicht leisten zu warten, bis die Generation “Ich mach da nicht mit” in Rente geht.

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