Es gilt als die Krönung im Leben eines jeden Journalisten. Claus Kleber hat in seiner Karriere nicht nur einen, sondern gleich drei US-Präsidenten interviewt. Drei spontane Fragen an Claus Kleber zu seiner unerwarteten Begegnung mit Barack Obama.

big-whitehouseWie haben Sie erfahren, dass das Weisse Haus Ihnen ein Interview mit dem POTUS gewährt?

Es kam eine Mail an meine Mail-Adresse von der Sprecherin des National Security Council. Sie begann mit ein paar persönlichen Bemerkungen über frühere Kontakte und kam sehr schnell zur Sache.  48 Stunden danach war ich auf dem Weg nach Washington.

Gab es Auflagen für dieses Interview? Wenn ja – wie sahen diese aus?

Wir mussten uns erstens nach den Terminwünschen des Weissen Hauses richten und uns zweitens verpflichten, das Interview in voller Länge zu senden. Vorgesehen waren zehn Minuten. Es wurden 17. Inhaltliche Auflagen gab es keine. Hätten wir auch nicht akzeptiert. Tun wir nie.

Welche Strategie verfolgten Sie mit der Auswahl und Reihenfolge Ihrer Fragen?

Bei einer Vorgabe von zehn Minuten wollte ich erstens gleich klar machen, dass ich für eine äußerst skeptische deutsche Öffentlichkeit frage und dass da allein mit Charme nicht viel zu machen ist. Außerdem habe ich mich entschieden, beim NSA-Thema zu bleiben und konkret zu werden. Erschien mir erfolgversprechender als eine Tour durch das aktuelle Weltgeschehen. Ausnahme: die persönliche Schluss-Frage, die mir sehr wichtig war. Insgesamt ist das Kalkül nach meinem Eindruck aufgegangen.

(Die Fragen hat Claus Kleber schriftlich via Smartphone beantwortet)

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Mehr zu Claus Kleber und seiner Arbeit beim ZDF-heute-journal im Blogpost: Das können Sie alles bloggen!

 
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6 Kommentare
  1. Jens Best schreibt:

    Aha, der Herr POTUS lässt also nach einem Journalisten schicken, um gnädig bei einigen Fragen sein völlig unzureichendes Bedauern für irgendwas auszudrücken, aber Washington beantwortet seit Monaten nicht die Fragen der deutschen Politik und Staatsanwaltschaft.

    Kleber war schlichtweg enttäuschend, nicht sattelfest im Thema nach all den monatelangen umfangreichen Snowden-Enthüllungen. Oberflächliches Nachfragen statt konfrontieren mit Fakten (von denen es ja mehr als genug gibt). Kein ernsthaftes ins Wort fallen, als POTUS sich zum x-ten Mal mit seinem Bedauernsprüchlein Zeit gekauft hat.

    Es bleibt der Kern der Aussage von POTUS, den man nur mit einem höflichen Spucken ins Gesicht vergleichen kann: „Wir ändern kaum was & es wird eine Weile dauern, bis ihr auch diese Ignoranz von uns geschluckt haben werdet.“

    • Richard schreibt:

      Ich finde, die Antworten des Präsidenten stehen für sich. Was Du (zu Recht) kritisierst, kam in der Kürze der Zeit doch gut rüber: Wir machen ungebremst weiter. Im Übrigen ist Kleber ihm einmal ziemlich in die Parade gefahren – mit Verweis auf die tickende Uhr – war ein starker Moment.

    • Arne B. Cornelssen schreibt:

      Für Claus Kleber ein toller Moment – super gemacht! Hut ab!
      Für die Welt eine klare Offenbarung – die Haltung der Amerikaner!
      Für die Deutschen ein Warnzeichen – werden gebraucht für das TTIP Abkommen!
      Und darum geht es doch. Wenn wir, alle europäischen Bürger, nicht aufpassen ergeht es uns wie Kannada. Also, alle Kräfte gegen diese undemokratischen Geheimverhandlungen zum TTIP bündeln. Netter formuliert – Freihandelsabkommen.

      http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/01/21/eu-taeuscht-die-buerger-und-frisst-ploetzlich-kreide-beim-freihandel/

  2. dot tilde dot schreibt:

    hat das zufällig irgendwer ungedolmetscht gefunden?

    .~.

Willkommen!