Die US-Regierung arbeitet an einem Kill Switch für das Internet, einer Vorrichtung, Teile des Internets auf Knopfdruck lahm zu legen. Dass sie keine Bedenken hat, davon auch Gebrauch zu machen, beweist sie jetzt durch ihren Feldzug gegen WikiLeaks. Konzerne wie Amazon und eBay helfen auch noch dabei.

Wie viele von Euch habe ich die Entwicklungen rund um WikiLeaks mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Ich habe viele Gespräche geführt, mit Kollegen, mit Freunden, mit Vertretern der US-Regierung. Es gibt gute Gründe, die Veröffentlichung von Diplomatenpost zu verurteilen: Da wird die Gefährdung von Informanten ins Feld geführt, oder auf das sensible Gleichgewicht in der arabischen Welt hingewiesen.

Was an diesen Argumenten dran ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Was mich jedoch in der Tat stört…

Die US-Homeland Security will einen ‘Kill Switch’, eine Vorrichtung, um Teile des Internets auf Knopfdruck lahmzulegen. Dass man keine Bedenken hat, davon auch Gebrauch zu machen, demonstriert Washington jetzt eindrucksvoll beim Feldzug gegen WikiLeaks. Konzerne wie Amazon und eBay erweisen sich dabei als nützliche Erfüllungsgehilfen.
Wie viele von Euch habe ich die Entwicklungen rund um WikiLeaks mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Ich habe Gespräche geführt, mit Kollegen, mit Freunden, mit Vertretern der US-Regierung. Es gibt gute Gründe, die Veröffentlichung von Diplomatenpost zu verurteilen: Da wird die Gefährdung von Informanten ins Feld geführt, oder auf das sensible Gleichgewicht in der arabischen Welt hingewiesen.
Was an diesen Argumenten dran ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Was mich jedoch in der Tat wundert, ist die Tatsache, dass sich alle WikiLeaks-Veröffentlichungen bislang allein auf die USA konzentrieren. Wo bleiben die entsprechenden Berichte aus dem Iran, aus Russland oder aus China? Warum ausgerechnet einen Staat bloßstellen, der nach wie vor zu den offensten Nationen der Welt zählt?
Mein Interview mit Conrad Tribble, US-Generalkonsul in MünchenAngriff auf die Pressefreiheit
Es ist nachvollziehbar, dass die US-Regierung alles daran setzt, die undichte Stelle in den eigenen Reihen zu überführen und Vorkehrungen zu treffen, dass sich so ein Vorfall nicht all zu schnell wiederholt…
Danke, dass Sie diesen Auszug aus dem kostenpflichtigen Beitrag gelesen haben. Sie können den vollständigen Beitrag lesen, nachdem Sie ihn gekauft haben.


Jetzt lesen, später zahlen

  • Jetzt kaufen

    Stimmen Sie einfach zu, später zu zahlen.
    Keine Vorabregistrierung. Keine Vorauszahlung.

  • Sofort lesen

    Greifen Sie sofort auf Ihren Kauf zu.
    Sie kaufen nur diesen Beitrag, kein Abo.

  • Später zahlen

    Kaufen Sie mit LaterPay, bis Sie 5 Euro erreicht haben.
    Erst dann müssen Sie sich registrieren und bezahlen.

powered bybeta

1-Monat-Pass

1 Monat Zugang zum Archiv

Zurück
Gültigkeit 1 Monat
Zugriff auf Alle Inhalte in Kategorie Archiv
Verlängerung Keine automatische Verlängerung
Preis 1.00 EUR

6-Monate-Pass

6 Monate Zugang zum Archiv

Zurück
Gültigkeit 6 Monate
Zugriff auf Alle Inhalte in Kategorie Archiv
Verlängerung Keine automatische Verlängerung
Preis 5.00 EUR

12-Monate-Pass

12 Monate Zugang zum Archiv

Zurück
Gültigkeit 12 Monate
Zugriff auf Alle Inhalte in Kategorie Archiv
Verlängerung Keine automatische Verlängerung
Preis 10.00 EUR

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Notwendige Felder sind mit * markiert.

77 Kommentare
  1. Thomas Haseloff schreibt:

    Warum eigentlich immer Amerika? Ganz einfach! Die haben dieses SIPRNet auf das 2,5Millionen Mitarbeiter zugreifen können.

    “Das Problem: Insgesamt 2,5 Millionen US-Beamte und Soldaten haben Zugang zu SIPRNet. Lecks sind damit kaum zu verhindern.”
    http://www.nachtmagazin.de/ausland/wikileaks198.html

    Etwas vergleichbares gibt es halt nirgendwo anders bzw. nicht in diesem Umfang!

  2. Susanne Butz schreibt:

    Ich rege mich gerade so häufig auf, dass ich gestern beschlossen habe, entgegen den adventlichen Gepflogenheiten, Türchen zu öffnen, eben Türchen zu schließen. Z.B. zu Amazon.
    Es ist nicht nur aktuell die Sache mit WikiLeaks, es hängen ja auch andere Folgen am bequemen, preiswerten Bestellen bei einem Riesen.
    So ist mein “Türchen zu” in diesem Fall ein “Türchen auf” für die kleineren Händler und Geschäfte.
    Und so werde ich die nächste Zeit bei einigen Dingen nachdenken, ob ich die Tür nicht zu mache.

Willkommen!