Die Operation “Four More Years” ist geglückt. Parteistrategen in Deutschland blicken neidisch nach Washington und fragen sich: Wie hat Obama das wieder hingekriegt? 

In den letzten Tagen hatte ich Gelegenheit, einigen Online-Wahlkämpfern über die Schultern zu schauen. Was ich gesehen habe, hinterließ mich teilweise ratlos. Dass Daten der Rohstoff der Zukunft sind, ist bekannt. Das Ausmaß, mit dem Behörden, Konzerne aber eben auch Parteien heute schon sog. “Datamining” (Datenbergbau) betreiben, verschlägt mir die Sprache. So war es den Obama-Strategen für diese Wahl offenbar gelungen, Informationen aus mehreren, 2008 noch getrennten Datenbanken zu einer Gesamtdatenbank zusammenzuführen.

Die Megadatenbank

So erfährt man beispielsweise aus dem amtlichen Wählerregister, welcher Bürger wann und wie oft bisher gewählt hat. Diese Liste beinhaltet, neben Geburtsdatum und Wohnadresse, auch Telefonnumme…

Die Operation “Four More Years” ist geglückt. Parteistrategen in Deutschland blicken neidisch nach Washington und fragen sich: Wie hat Obama das wieder hingekriegt? 
In den letzten Tagen hatte ich Gelegenheit, einigen Online-Wahlkämpfern über die Schultern zu schauen. Was ich gesehen habe, hinterließ mich teilweise ratlos. Dass Daten der Rohstoff der Zukunft sind, ist bekannt. Das Ausmaß, mit dem Behörden, Konzerne aber eben auch Parteien heute schon sog. “Datamining” (Datenbergbau) betreiben, verschlägt mir die Sprache. So war es den Obama-Strategen für diese Wahl offenbar gelungen, Informationen aus mehreren, 2008 noch getrennten Datenbanken zu einer Gesamtdatenbank zusammenzuführen.
Die Megadatenbank
So erfährt ma…
Danke, dass Sie diesen Auszug aus dem kostenpflichtigen Beitrag gelesen haben. Sie können den vollständigen Beitrag lesen, nachdem Sie ihn gekauft haben.


Jetzt lesen, später zahlen

  • Jetzt kaufen

    Stimmen Sie einfach zu, später zu zahlen.
    Keine Vorabregistrierung. Keine Vorauszahlung.

  • Sofort lesen

    Greifen Sie sofort auf Ihren Kauf zu.
    Sie kaufen nur diesen Beitrag, kein Abo.

  • Später zahlen

    Kaufen Sie mit LaterPay, bis Sie 5 Euro erreicht haben.
    Erst dann müssen Sie sich registrieren und bezahlen.

powered bybeta

1-Monat-Pass

1 Monat Zugang zum Archiv

Zurück
Gültigkeit 1 Monat
Zugriff auf Alle Inhalte in Kategorie Archiv
Verlängerung Keine automatische Verlängerung
Preis 1.00 EUR

6-Monate-Pass

6 Monate Zugang zum Archiv

Zurück
Gültigkeit 6 Monate
Zugriff auf Alle Inhalte in Kategorie Archiv
Verlängerung Keine automatische Verlängerung
Preis 5.00 EUR

12-Monate-Pass

12 Monate Zugang zum Archiv

Zurück
Gültigkeit 12 Monate
Zugriff auf Alle Inhalte in Kategorie Archiv
Verlängerung Keine automatische Verlängerung
Preis 10.00 EUR

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Notwendige Felder sind mit * markiert.

11 Kommentare
  1. JS schreibt:

    DataMining und Data Warehousing simd heute doch stand of the art. Das bekommt man als Informatiker im Master hinterher geworfen. Ich wundere mich persönlich nicht dass es im Wahlkampf eingesetzt wurde, sondern ehr wenn es das nicht wurde. Google, Facebook und Co nutzen das seit Jahren zB für das zielgerichtete Schalten von Werbung. Jeder Kauf landet in einem DataWarehouse und wird dort über Jahrzehnte zu Analysezwecke gespeichert. Jede Kaufhauskette analysiert mittels OLAP das Verhalten ihrer Kunden.

    • Richard schreibt:

      Du hast Recht: Data Mining an sich ist fast schon ein alter Hut. Die intelligente Verknüpfung und Nutzung der bislang getrennten Datenbanken war das eigentliche Thema dieser Kampagne.

      • JS schreibt:

        Stimmt die Datenquellen sind nicht umbedingt alltäglich. Was mir auch stark auffällt ist, dass die Technik immer mehr, gerade die Smartphones, zum Drehn und Angelpunkt werden, auch von Datensammlern. Sicherlich eine lohnenswerte Quelle wenn man die Anzahl der iPhones und Android Geräte betrachtet. (Wobei gerade Android da sehr beliebt ist was Datenklau angeht Aufgrund der gegebem Freiheiten als Emtwickler und der Dummheit der Masse (siehe App Berechtigungen)).
        Ich werde auf jedemfall mit Spannung betrachten wie solche Techniken in Zukunft in der Gesellschaft benutzt werdem. Bei uns richtigem Nerds und Geeks die Technik atmen und Software entwickeln, sind solche Geräte und die Möglichkeiten schon fast normal, zumindestens in meimem Umfeld in der Uni. Datenschutz wird da immer mehr eine Rolle spielen, aber solange die breite Masse nicht weiß wieso es nötig ist und dass Bilder auf Facebook zB für immer sind… sehe ich ehr schwarz.

        • Richard schreibt:

          Nach meinen Gesprächen hier neige ich dazu, das Thema Datenschutz komplett in den Wind zu schießen. Was hier geschieht, lässt sich (zumindest in den nächsten Jahren) nicht mehr zurückdrehen. Das werden wir in good old Germany/Europe nicht aufhalten können (wollen?).

          • Ich tendiere zu “nicht wollen”. Denn wenn der Datenschutz innovative Konzepte wie “Bring Your Own Device” verhindert (um nur ein für mich aktuelles Beispiel zu nennen), dann sollte man sich überlegen ob es nicht auch manchmal zuviel sogenannter Schutz ist.

  2. Nils schreibt:

    Ach ja, Amerika ist aber auch das absolute Extrem, was nicht vorhandenen Datenschutz angeht. Deutsche denken halt immer, Amerikaner wären wichtig und daher alles Amerikanische nachahmenswert. Deshalb rennen sie ja auch in Bubble-Tea-Läden, sorry “-Stores”, und denken es sei ein Trend.

    What’s the point? Große Daten, die gut verknüpft sind, sind “WOW!”. Data Mining dieser Größenordnung ist aber in erster Linie eine Frage des Geldes, eine derartige Datenbank als Crowdsourcing zu veröffentlichen beispielsweise wäre selbst in den USA verboten. Dort ist übrigens auch vollautomatisches Facebook-Scrapen verboten, sofern keine Erlaubnis via Auth Token (d.h. App) gegeben wurde.

    http://petewarden.typepad.com/searchbrowser/2010/04/how-i-got-sued-by-facebook.html

    Jedes FB-Scrapen gleicht daher einem Ritt auf der Rasierklinge, und FB ist derzeit nur zu beschäftigt mit Expansion und Lobbyismus, als kleine Bots mit großen Klagen zu überziehen. Frag mal die Schufa, was sie sich bei ihrer HPI-Aktion gedacht haben – vermutlich gar nix. Im Zweifel hätte einfach ein Zuckerberg-Anwalt die Sammelwut der Schufa gestoppt.

Willkommen!