Warum ich glaube, dass die Journalismuskrise hausgemacht ist und weshalb Paywalls und Leistungsschutzrecht nicht die Antwort auf sterbende Zeitungen sind.

Gratiskultur …ob die Menschen hier auch alle brav bezahlen?

Vorbemerkung

Es ist schon viel geschrieben worden zur Insolvenz der Frankfurter Rundschau, zum möglichen Aus der gedruckten Financial Times Deutschland und zum Zeitungssterben allgemein. So bitter diese Prozesse auch immer für die Betroffenen sind, vielleicht hilft es, die Dinge mal ganz nüchtern zu betrachten. Das beginnt damit, dass man sich ein paar (oft vergessene oder verdrängte?) Tatsachen vor Augen führt :

  • Die Lizenz, im Nachkriegs-Deutschland eine Zeitung zu vertreiben, galt lange Zeit als eine Lizenz zum Geld drucken
  • Wie keine andere Branche sind die großen Verlage ein halbes Jahrhundert (!) ungebremst gewachsen…
Warum ich glaube, dass die Journalismuskrise hausgemacht ist und weshalb Paywalls und Leistungsschutzrecht nicht die Antwort auf sterbende Zeitungen sind.
Gratiskultur …ob die Menschen hier auch alle brav bezahlen?

Vorbemerkung
Es ist schon viel geschrieben worden zur Insolvenz der Frankfurter Rundschau, zum möglichen Aus der gedruckten Financial Times Deutschland und zum Zeitungssterben allgemein. So bitter diese Prozesse auch immer für die Betroffenen sind, vielleicht hilft es, die Dinge mal ganz nüchtern zu betrachten. Das beginnt damit, dass man sich ein paar (oft vergessene oder verdrängte?) Tatsachen vor Augen führt :

  • Die Lizenz, im Nachkriegs-Deutschland eine Zeitung zu vertreiben, galt lange Zeit als eine Lizenz zum Geld drucken
  • Wie keine andere Branche sind die großen Verlage ein halbes Jahrhundert (!) ungebremst gewachsen, unbeschadet von Öl- oder sonstigen Krisen
  • Die Anzahl an Zeitungs- und Zeitschriften-Titeln in Deutschland ist nach wie vor beachtlich
  • Viele Verlage machen auch heute noch hohe, zweistellige Millionen-Gewinne
  • Dessen ungeachtet: Ja, die Welt verändert sich!

 
Die betrogene Freundin
Noch immer klammern sich viele Blattmacher an das Allheilmittel Papier. Mantra-artig verteidigen sie das Modell Tageszeitung, selbst dann noch, wenn sie selbst bereits dem Untergang geweiht sind:

Wir werden Ihnen weiterhin jeden Tag eine Zeitung nach Hause oder an den Kiosk liefern, die lohnt, gelesen zu werden. (Belegschaft der…

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145 Kommentare
  1. kurzundknapp schreibt:

    Sehr guter Artikel. Ich frage mich schon seit einiger Zeit, warum ich keine Prepaid Karte à la iTunes kaufen kann, mit der ich einzelne – kostengünstige – Artikel runterladen kann. Ich wäre gern bereit, eine kleine Summe (Micropayment) für einen Artikel zu zahlen. Aber entweder dann gleich ein Abo an der Backe zu haben oder eine horrende Summe für einen Artikel zu zahlen, widerstrebt mir!

  2. Nils schreibt:

    Ich finde den One-Account-Ansatz sehr wichtig. Ich besitze: Eine E-Mail-Adresse, ein deutsches Girokonto sowie PayPal. Keine Kreditkarte, keine Rechnungsanschrift, keine Telefonnummer.

    Also: Bitte simpel! Ich bezahle mit PayPal und Bankeinzug, wo es nur geht. Neulich musste ich einen Flug mit einer Kreditkarte eines Kumpels begleichen: Peinlich und umständlich. Wir Deutschen mögen halt keine Kreditkarten, noch dazu wenn sie ein Vermögen kosten. Das muss man respektieren! Selbst meine Uni (!) bietet nur noch Bankeinzug an, weil eine Überweisung der Semesterbeiträge zu kompliziert wäre.

    Und meinetwegen reicht es auch, wenn ich mich via Facebook oder Twitter identifiziere. Wie gesagt: One-Account-Ansatz. Die Zugangshürden für Paid Content sind vielerorts einfach noch zu hoch, weil man offensichtlich keine großen Bündnisse schließen will.

Willkommen!