Nicht geschenkt!? – Wie sich Zeitung neu erfinden muss 28. März 2013

Ob im Abo, im Einzelverkauf am Kiosk oder als Gratisblatt am Flughafen; die gedruckte Zeitung verliert nicht nur Auflage sondern auch Relevanz. Klar ist: Die Printmedien müssen sich verändern. Nur wie? 6 Medienprofis über die Zukunft der Zeitung.

big-papers

San Francisco 2009. Kollege Marcus Schuler und ich drehen einen TV-Film zum Thema Zeitungssterben in den USA. Redaktionsbesuche, Interviews, alles im Kasten. Ein einziges Bild fehlt uns noch: Menschen, die Zeitung lesen. Den ganzen Tag cruisen wir durch die Straßen. Allein, wir finden niemanden! Wie soll man nur etwas bebildern, was nicht mehr da ist?

Wir sprechen mit Passanten über das Phänomen. Die Frage lautet: “Wieso lesen Sie keine Zeitung mehr?”. Und wir bekommen Antworten. Antworten, die man in Deutschland nicht hören möchte. “Da…

Ob im Abo, im Einzelverkauf am Kiosk oder als Gratisblatt am Flughafen; die gedruckte Zeitung verliert nicht nur Auflage sondern auch Relevanz. Klar ist: Die Printmedien müssen sich verändern. Nur wie?…
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110 Kommentare
  1. Beatrix Gutmann schreibt:

    Informationen wollen wir alle, auch in Zukunft. Daran wird sich hoffentlich nichts ändern. Aber kein Mensch braucht die News von gestern und die Berichterstattung der Agenturen. Du kannst fragen, wen Du willst, dass was noch interessant ist, sind die lokalen Informationen. Aber möglichst nicht aus einer Quelle, sondern aus vielen Quellen. Meinungsvielfalt, Sublokalität und das Geschehen vor Ort. Vielleicht gepaart mit dem Lokalsport aber auch den Big News vom anderen Ende der Welt. Mein Nachrichtenkonsum hat sich ernorm verändert. Ich lese lokales in einem BürgerCommunity-Portal, da finde ich redaktionelle Inhalte und Inhalte von den Menschen, die gern darüber berichten, was vor ihrer Haustür geschieht. Das ist oft nicht schlechter als die Inhalte die aus den Redaktionen kommen. Meine Weltnews hole ich mir z.B. bei Twitter. Da sehe ich kurz und knapp ob ich mich das interessiert, was hinter dem Link steht. Ich selektiere – und das immer wieder neu. Eine Tageszeitung lese ich nicht mehr. Am Wochenende aber immer noch gern einer überregionale Zeitung in der ich herrlich stundenlang schmöckern kann. Wenn dazu noch der Mehrwert (Videos, Fotostrecken, Links) online zu finden ist, bin ich glücklich.

    • Barfaust schreibt:

      Aha. Am Wochenende herrlich schmöckern….allein die Wortwahl zeigt: So tot ist das Medium also doch nicht.

  2. Mike schreibt:

    Lese ich noch Zeitung? Nein.

    Warum lese ich keine Zeitungen mehr?
    Zeitungen sind unpraktisch. Meistens “sperrig”, schwer so zu falten wie man sie gerade braucht um sie zu lesen oder mit sich herum zu tragen. Vor 50 Jahren mag das noch praktisch gewesen sein. Heute ist es aber nicht mehr so.
    Das liegt daran, dass ich Nachrichten auch auf anderen Wegen erhalten kann. Ob im Büro oder zu Hause am PC oder unterwegs auf Smartphone oder Tablet.
    Dass die Nachrichten dort gratis angeboten werden ist nicht das Ausschlag gebende. Es ist einfach praktischer.

    Wie muss sich also (Print-)Journalismus verändern?
    Verändern muss sich das Medium und der Journalismus.
    Das Medium wird mit wegsterben der letzten Generation von Zeitungslesern wohl oder übel den selben Weg allen Irdischens gehen. Die Zukunft wird also in Richtung Online- statt Print-Journalismus gehen.
    Der Journalismus muss sich aber auch verändern. Weg vom Ziel, als erster die Story “irgendwie” Online zu haben, hin zu qualitativ gut recherchierten Stories.
    Für qualitativ hochwertige Berichterstattung ist der Kunde eher geneigt, Geld zu bezahlen als für “schnell mal runtergetippte” 08/15-Geschichten.
    Dabei spielt die Aktualität zwar eine bedeutende Rolle, ist aber nicht der einzige Grund, für Journalismus zu bezahlen. Journalismus muss sich an die veränderten Gegebenheiten im Netz anpassen. Er muss Qualität bieten und persönlich ansprechend sein und außerdem die Möglichkeit zur wahren Interaktion bieten.
    All das ist “in diesem Internetz” ja möglich, wird aber von Verlagen oft konsequent ignoriert oder unterbunden.

    • Richard schreibt:

      Da werden jetzt wieder ganz viele schreien: Aber die Haptik! Das Blättern! Das Zeitungsrascheln… Als ob einen das Streicheln eines iPads nicht genauso in Extase versetzen könnte ;-) Einen einzigen Vorteil hat die Zeitung als gedruckter Informationsträger. Kein Akku-Problem! Aber auch das ist nur eine Frage der Zeit. Was die Geschwindigkeit betrifft möchte ich widersprechen: Seit Erfindung der Groschenzeitung gehört es zum Anspruch von Journalisten, auch der Erste sein zu wollen. Das halte ich auch (gerade!) im Digitalzeitalter nach wie vor für legitim, wo kein Medienmacher mehr an Logistik und Vertriebsstrukturen gebunden ist. Mein Credo: Sei der Schnellste oder der Beste (= Tiefgründigste). Im Idealfall beides. Auch wenn das nicht immer gelingen kann.

      • Mike schreibt:

        Da gebe ich dir durchaus Recht. Sowohl bei den wohl kommenden Aufschreien, der von mir angesprochenen Generation der Zeitungsleser, zu der auch meine Eltern noch gehören.
        Dein Credo kann ich verstehen. Aber bei aller Schnelligkeit sollte doch ein gewisser qualitativer Mindestwert erreicht werden.
        Wie hoch dieser sein muss, wird dann wohl der Leser festlegen.

      • Schneller sein zu wollen als die Konkurrenz halte ich für einen der maßgeblichen Antriebe für einen Journalisten. Allerdings hat sich dieses Credo inzwischen in vielen Fällen auf ein “Schnell sein um des Schnell-sein Willens” reduziert. “Ich war schneller!” – “Womit?” – “Ist doch nicht entscheidend, hauptsache, ich war schneller!”. Der Wert der Nachricht, mit der man schneller ist, darf wieder eine größere Rolle spielen. Gedruckte Medien werden als Vertriebsweg noch lange eine Bedeutung haben – als ein Vertriebsweg von vielen innerhalb eines Medienhauses. Der erste Weg der Nachrichtenverbreitung ist dabei nicht erst seit gestern eine Domäne von Online. Die Domäne von Print sind, meiner Meinung nach, Erklärung und Analyse, weil Menschen am ehesten bereit sind, für ein solches journalistisches Produkt zu bezahlen, wenn sie dort Texte von Profis finden, die aufgrund eines anderen, besseren Zugangs zu Themen und Personen Gedankengänge und Zusammenhänge bieten können, die die Sicht des Lesers auf die Welt bereichern, weil sie die von ihm online aufgenommenen Nachrichten vertiefen. Fast Food hat die Lust der Menschen am qualitativ hochwertigen Bekochen-lassen im Restaurant, und die Bereitschaft, dort mehr Geld als für einen Burger auszugeben, auch nicht aussterben lassen. ;-)

Willkommen!