Vollidioten. Mehr braucht man über den Facebook-Skandal gar nicht zu wissen. „Vollidioten“, so die Antwort von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, Anfang 20, auf die Frage eines Kommilitonen, dessen Name nicht überliefert ist. Zuckerberg bietet dem Freund via Instant Messages Informationen über 4000 Harvard-Studenten an, die er besitzt. E-Mails, Fotos, Adressen. „Was?“ will der Kumpel wissen. „Wie bist Du an die nur herangekommen?“. „Haben mir die Leute freiwillig gegeben“, schreibt Zuckerberg zurück. „Weiß auch nicht weshalb, ich glaube sie vertrauen mir.“ – und fügt dann hinzu: „Dumb fucks“ – zu deutsch: [Was für] Vollidioten.

 

 

Dieser Dialog, der sich laut Mark Zuckerberg tatsächlich so zugetragen hat, erzählt im Grunde die ganze Geschichte des jüngsten Facebook-Skandals. Der damalige Harvard-Student ist heute fünftreichster Mensch der Welt. Aus den 4000 Datensätzen sind inzwischen zwei Milliarden geworden. Facebook besitzt mehr und intimere Informationen über die Weltbevölkerung, als alle Regierungen, Militärs und Geheimdienste zusammen. Informationen sind Macht. Und Macht weckt Begehrlichkeiten. 

„Na und? Ich habe nichts zu verbergen“ – einer der dümmsten Sätze unserer Zeit. Jeder von uns hat Geheimnisse, Schwächen, Sorgen oder Ängste. Jeder von uns ist, wenn man nur die richtigen Knöpfe drückt, beeinflussbar. Gerade diejenigen, die meinen, sie seien immun gegen externe Manipulation, sind am gefährdetsten. Denn die größte Kunst von Strippenziehern ist es, den Manipulierten gar nicht merken zu lassen, dass er manipuliert worden ist. Und der größte Feind, den ein Mensch haben kann, ist immer er selbst.

So wie Terroristen einst harmlose Passagierflugzeuge dazu benutzt haben, um in die Twin Towers zu fliegen, erleben wir gerade, wie unsere Daten gekapert und gegen uns selbst gerichtet werden. Die Vollidioten, von denen Zuckerberg sprach, sind nicht irgendwelche Schurken oder skrupellose Datenhändler. Die Vollidioten, das seid Ihr, ich – wir alle. Wenn der aktuelle Facebook-Skandal etwas Gutes hat, dann doch vielleicht die Erkenntnis: Daten sind nicht gut oder böse. Daten in den falschen Händen sind eine mächtige Waffe.

 

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9 Kommentare
  1. L.Bagusch schreibt:

    Er soll also der fünftreichste Mensch sein ???
    Als Milliadär ist er noch >ARM< gegenüber den Billionären, und das sind die paar nimmersatten und raffgierigen NWO-Freaks (Z.B.: Rothschild) die im Hintergrund alles Steuern in den Marionetten-Staaten (Deutschland, Frankreich, USA, GB, usw.) !
    Allein die zehn reichsten Minusmenschen könnten die Kontinente wie Afrika innerhalb eines Jahres aus ihrer Armut helfen wenn die nur 10% ihres unverdienten Vermögens spenden würden.
    Das Geld bekommen die locker wieder rein, denn es gibt ja genug Konsum-Zombies und Arbeits-Sklaven auf diesem Planeten !

  2. matthias schreibt:

    Das könnte man auch als Anlass nehmen auf das Einbinden von Skripte über ajax.googleapis.com zu verzichten.

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