Ihr habt ein iPhone 4 / iPod touch geschenkt bekommen und sucht ein paar gute Apps? Zum Start ins neue Jahr habe ich ausgemistet und nur die besten Apps auf dem Gerät belassen, die ich auch wirklich nutze. Hier ein aktueller Blick auf mein iPhone.

Nein, hier geht es nicht um die originellsten Apps, die anfangs Spaß machen, nach einer Weile aber wie ein kratzender Pulli im Kleiderschrank liegenbleiben. Zum Start ins neue Jahr habe ich ausgemistet. Erstaunlich: von rund 300 Apps sind am Ende gerade mal 33 Apps übrig geblieben, die ich tatsächlich regelmäßig nutze. Zur besseren Übersicht habe ich diese in 3 Bereiche eingeteilt – jeweils 11 Apps pro Kategorie.

News

Wäre ich nicht Journalist und noch dazu Mitarbeiter der ARD – ich würde die Tagesschau im Fernsehen wohl gar nicht mehr anschauen. Umso wichtiger, dass ich die Tagesschau jetzt auch stets aktuell unterwegs sehen kann.

Weniger glücklich bin ich mit den Apps der deutschen Printmedien. Der PDF- sorry: eReader vom Spiegel ist lieblos – immerhin: Spiegel Online ist integriert.

Besser gelungen die App von Stern.de. Navigation und Inhalte sind gut auf das iPhone abgestimmt, dafür finde ich die Themen recht beliebig und nicht besonders prickelnd.

Die Apps der Tageszeitungen nutze ich am seltensten. Das liegt nicht an den Abo-Gebühren (F.A.Z. oder Welt Mobil für 2,99 pro Monat) sondern an den Inhalten. Das meiste, was dort steht, kenne ich schon oder interessiert mich einfach nicht.

Meine wichtigsten News-Apps sind mein RSS-Reader NewsRack und der Twitter-Client TweetDeck. Hier finde ich stets die Nachrichten, die mich interessieren. Wenn was passiert, erfahre ich es hier tatsächlich immer als erstes. Das Beste: alles völlig gratis!

Tools

Die Wette gilt: für 2011 habe ich via Twitter verkündet, dass Apple Dropbox übernehmen wird. Warum? Dropbox hat das, was Apple mit seinem überteuerten Cloud-Service MobileMe nicht hat: Erfolg. Dropbox ist gratis und kinderleicht zu bedienen. Ich benutze es meist stationär von zuhause aus, d.h. lege auf meinem Mac wichtige Texte, PDFs oder Präsentationen ab, auf die ich von unterwegs Zugriff haben will.

In die andere Richtung benutze ich Evernote (und das schon fast 2 Jahre). Notizen, Fotos, Sprachnotizen, die ich unterwegs mit meinem iPhone mache, erwarten mich zuhause auf meinem Mac.

Der Kalender Week Cal hat etwas, was ich vom ersten Tag an auf meinem iPhone-Kalender vermisse: eine Wochenübersicht.

Ohne 1Password wäre ich nicht da, wo ich heute bin; nämlich zuhause. Wie oft stand ich mit wachsender Panik irgendwo in der Welt vor einem Bank-Automaten, die letzte Kreditkarte im Gerät und nur noch ein einziger Versuch, die korrekte PIN einzutippen! 1Password kennt alle meine PINs und Passwörter von Twitter über Facebook bis hin zu meinen Kreditkarten. Das Programm hat hohe Sicherheitsstandards und wird laufend geupdatet. Die beste Investition gleich nach dem iPhone!

Zu Shazam ist schon alles gesagt und geschrieben worden. Das Programm erkennt 98% aller Songs, die ich im Radio höre (sogar Jazz und Klassik!) und ist einfach nur genial und unverzichtbar.

Mit iMovie habe ich die Möglichkeit, iPhone-Videos unterwegs zu schneiden und auf YouTube hochzuladen. Zugegeben: das mache ich sehr sehr selten. Aber es ist gut zu wissen, dass ich es könnte!

Ich hatte schon viele Photo-Editing-Programme auf meinem iPhone – mit Camera+ habe ich ein Programm, das fast alles in einem bietet: eine bessere Foto- und Video-Kamera mit Timer etc. – und ein tolles Bearbeitungstool – alles unter einem Dach. Empfehlen kann ich auch das optionale Retro-Filterset für 99 cent. Die Ergebnisse sind verblüffend!

Das Schreibcenter von der Deutschen Post: Fotos als gedruckte Postkarte per Briefpost verschicken. Nutze ich erstaunlich häufig für Leute, die kein Internet haben oder solche, die man hin und wieder mal von unterwegs mit etwas Retro begeistern möchte. Klappt wunderbar und mit 1,99 € pro Karte preislich akzeptabel.

Für uStream gilt das gleiche wie für iMovie: ich nutze diesen Live-Videoübertragungsservice . nicht häufig, aber, es ist gut zu wissen, dass ich die Möglichkeit habe. Wer weiß, vielleicht gibt es tatsächlich mal Breaking News, die ich von unterwegs zu verkünden habe!

Word Lens ist Wahnsinn. Die beste Augmented Reality App für das iPhone, ever! Ein Live-Übersetzungsdienst, der sogar die Schriftzeichen und Hintergrundfarben imitiert. Beim ersten Ausprobieren konnte ich kaum glauben, was ich da sah. Hoffentlich gibt es neben Spanisch bald noch weitere Sprachen.

iTeleport ist mein Gateway zu meinem Mac zuhause. Wo immer ich auf der Welt gerade bin, mit iTeleport habe ich Zugriff auf meinen Mac. Das Programm holt den Computer aus dem Standby-Betrieb und zeigt mir den Bildschirm. Mit dem Finger steuere ich die Maus und kann meinen Rechner damit fernsteuern (Übrigens auch ein Riesenspaß, um die Familie zuhause zu erschrecken!) – Klasse.

Spiele

Vielleicht das beste Spiel, das es für das iPhone zum Beginn von 2011 gibt: Infinity Blade. Noch nie hat man eine solche Grafikleistung auf einem Handheld-Gerät erlebt. Man muss es spielen, um es zu glauben. Das Spiel selbst wird zwar ein wenig eintönig nach der Zeit. Die Grafik wiegt das aber 1000mal auf. Verblüffend.

Zu Angry Birds muss man nichts mehr sagen. Das Pac Man des zu Ende gehenden Jahrzehnts.

FlightControl: ein denkbar simples Spielprinzip bei zugleich hohem Suchtfaktor. Macht besonders viel Spaß, wenn man sich über das GameCenter mit seinen Freunden misst!

Apropos Suchtfaktor: Carcasonne. Für mich (und auch Apple) das Spiel des Jahres 2010! Wer das Kartenspiel kennt, wird die iPhone-Version lieben. Einfach toll gemacht, atmosphärisch und mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Für mich das Sinnbild dessen, was ich mir von Alten und Neuen Medien wünsche: das Beste aus beiden Welten vereint in einer App. Kaufen!

GianaSisters – der Jump & Run-Klassiker aus den 80’ern im neuen Look und mit tollem Soundtrack. Nostalgie-Flash für alle Commodore 64-Fans.

Der erste Teil war schon gut – Chopper 2 stellt den Vorgänger sogar in den Schatten. Tolle 3-D-Optik. Schönes Design. Die Steuerung (man steuert durch den Bewegungssensor des iPhones) ist anspruchsvoll aber leicht lernbar.

Eines der ältesten Apple-Spiele überhaupt (gab’s schon für den ersten farbigen iPod!): Texas HoldEm. Zugegeben, schon etwas angestaubt. Spiele ich aber trotzdem immer wieder gerne.

Relativ neu ist Jenga für das iPhone 4. Kein Knüller, dafür aber mal ein anderes Spielkonzept als die meisten anderen Spiele auf dem iPhone. Die Grafik ist umwerfend. Sprichwörtlich.

Avatar ist ein eine überraschend gute Umsetzung des Blockbusters für das iPhone. Üppige und farbenprächtige Welten, die für mehrere Stunden Gameplay gut sind. Ein tolles Action-Adventure.

Auch WildWest gehört zu den Evergreens auf dem iPhone. Nach 3 Jahren noch immer der beste Flipper für das iPhone! Kein Spiel habe ich über die Jahre hinweg häufiger gespielt wie dieses.

Ich bin kein besonderer Fan von Autorenn-Spielen. Need for Speed Hot Pursuit ist eine Ausnahme. Die Grafik vom feinsten. Die Verfolgungsjagden und das Durchbrechen von Polizeisperren macht einfach immer wieder gute Laune. Nicht im echten Leben probieren – steht sogar im Disclaimer ;-)

Your Turn!

Jetzt seid Ihr an der Reihe: was sind die Apps, mit denen Ihr ins nächste Jahr zieht? Auf welche Apps wollt Ihr nicht mehr verzichten? Hinterlasst mir Eure Favoriten, im Kommentarfeld – evtl. auch mit einer kurzen Begründung. Ich bin gespannt!


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Morgen: ein Blick auf mein iPad – welche Apps nutze ich nach 9 Monaten auf meinem Apple-Tablet am häufigsten?

 
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34 Kommentare
  1. René schreibt:

    Meine Meistgenutztesten Apps sind auf jeden Fall Reeder und iStudiez Pro! Ich freue mich auch schon auf die Mac Version von iStudiez.

    Frohe Weihnachten euch allen ;)

    • Richard Gutjahr schreibt:

      @René Ja, Reeder ist super. Hab ich auf dem iPad. iStudiez kenn ich noch nicht. Schau ich mir mal an. Danke für den Tipp.

  2. […] den Beitrag weiterlesen: Gutjahr's 2011: Die besten iPhone-Apps | G! – gutjahr's blog Tags:bekommen-und, arm, ins-neue, ein-aktueller, bein, die-ich, die-besten, auch-wirklich, […]

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