Post aus Hong-Kong: Eine Bluetooth-Tastatur für das iPad 2. Was kann es, was taugt es? Ein erster Erfahrungsbericht.

Die Stammleser meines Blogs wissen, dass ich als Kind in ein Fass mit Apfelsaft gefallen bin und seitdem ein Faible für revolutionäre, stylische Produkte aus Cupertino habe. Spaß beiseite: Heute möchte ich ein Produkt vorstellen, dass NICHT von Apple ist, auch nicht von Apple lizensiert wurde, das mich aber überzeugt hat, und von dem ich glaube, dass es für viele von Euch nützlich sein könnte.

Das Produkt: Die Bluetooth-Tastatur Keyboard Buddy-Case stammt vom M.I.C. Shop aus China, bekannt durch die Steve Jobs Figur, die Ende 2010 zu Preisen von mehreren 1000 US$ auf dem Schwarzmarkt gehandelt wurde (Danke, liebe Blogleser für das tolle Weihnachtsgeschenk – Ihr seid die Besten!).

3 Wochen nach Bestellung ging die Tastatur bei mir per Briefpost ein. Die Bezahlung über PayPal (umgerechnet 43€ inkl. Versand) verlief korrekt und ohne Probleme. Im Umschlag befand sich die Tastatur, eine gut lesbare und bebilderte Kurzanleitung, sowie ein Mini-USB-Kabel.

Die Tastatur funktioniert via Blutooth, das Kabel wird zum Aufladen des eingebauten Akkus der Tastatur benötigt.

Zum Äußeren: Das Gehäuse besteht aus einem Plastik und Aluminium-Immitat, erinnert stark an das Alu-MacBook-Design. Seit kurzem gibt es auch eine weiße Tastatur. Die Verarbeitung ist akzeptabel und wirkt nicht billig. Die Tastatur ist etwa ein Zehntel kleiner als die übliche PC-Norm. Die Tasten selbst liegen jedoch weit genug auseinander, so dass man recht angenehm darauf arbeiten kann.

Zur Funktionsweise: Über einen winzigen Schalter in der Front der Tastatur aktiviert man den Blutooth-Sender. Die Anmeldung erfolgt dann über die Systemeinstellungen des iPad. Sobald man die Blutooth-Funktion des iPad einschaltet, erscheint die Tastatur in der Auswahlliste (sollte das nicht der Fall sein, gibt es an der Tastatur eine „Connect“-Taste) Durch das Eintippen eines auf dem iPad eingeblendeten Codes erfolgt die Autorisierung der Tastatur und man kann sofort losschreiben.

Zu Beachten: Bei der Tastatur handelt es sich natürlich um eine US-amerikanische QWERTY-Variante. Eine deutsche Version gibt es nicht. Pünktchen für Umlaute lassen sich aber mit entsprechenden Tastenkombinationen einfügen (Alt+U).

Großartig: Die Funktionstastenleiste! Über die Funktionstasten lassen sich – parallel zur Arbeit an einem Dokument – Bildschirmhelligkeit, Musik oder Lautstärke verstellen, ohne, dass man das Programm verlassen muss. Es mag bizarr anmuten – aber in Kombination mit einem iPad ist das ein außergewöhnlich praktisches Feature.

Batteriedauer: Dazu kann ich noch keine Angaben machen. Dadurch, dass ich die Tastatur nur gelegentlich im Einsatz habe, fällt es mir schwer, eine verlässliche Aussage treffen zu können. Der Hersteller verspricht 55 Stunden (!) mit einer Ladung.

Fazit: Die Tastatur ist ein nettes Gadget, das ich irgendwo zwischen praktisch und Spielerei ansiedeln würde.

Positiv: Das Schreiben längerer Texte wird tatsächlich deutlich angenehmer. Die Tastatur dient als Schutzhülle für die Glasoberfläche des iPad.

Negativ: Bildschirm-Neigung lässt sich nicht verstellen. Wozu eine extra-Tastatur, wenn ein „MacBook Air 11“ nicht viel mehr Platz wegnimmt?

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14 Kommentare
  1. Christian schreibt:

    Ohne Umlaute ist das für deutsche Nutzer ja komplett sinnlos. Mit Umlauten gibt es auch genug Alternativen, u.a. auch billig bei Pearl.

  2. Fritz schreibt:

    Wozu eine extra-Tastatur, wenn ein MacBook Air 11“ nicht viel mehr Platz wegnimmt?

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